Westfjorde selbst fahren — deine Islandreise, begleitet per App
Die Westfjorde sind der Teil Islands, den die meisten Reisebusse auslassen. Kein Ringstrassen-Verkehr, keine Warteschlange am Wasserfall, dafür Schotterpässe, leere Fjorde, Polarfüchse und Vogelfelsen, an denen du eine Stunde allein stehst. Genau das macht sie so besonders — und genau das macht sie zur schwierigsten Region Islands, wenn du auf eigene Faust unterwegs bist.
Denn hier hilft dir kein Standard-Reiseführer weiter. Die Fährzeiten ändern sich, die guten Unterkünfte sind winzig und Monate im Voraus ausgebucht, viele Strassen sind erst ab Juni offen, und zwischen zwei Tankstellen liegen schnell 120 Kilometer. Wer die Westfjorde selbst fahren will, plant entweder wochenlang — oder nimmt jemanden mit, der die Region kennt.
Wir haben die zweite Variante gebaut: unsere Reise-App. Du fährst selbst, in deinem Tempo, mit deinem Mietwagen. Aber Route, Tagesprogramm, Wanderungen, Einkehrmöglichkeiten, die Geschichten hinter den Orten und alle Notfallinfos hast du fixfertig dabei — zusammengestellt von einem Team, das seit Jahren mit Gästen genau diese Strecke fährt.
Für wen diese Reise gemacht ist
Diese Reise passt zu dir, wenn du gern selbst am Steuer sitzt, morgens ohne Gruppenzeitplan losfährst und trotzdem nicht dein halbes Frühjahr mit Recherche verbringen möchtest. Sie passt zu Paaren, zu Freunden zu viert im Mietwagen und zu Fotografinnen und Fotografen, die abends noch einmal losziehen, wenn das Licht endlich passt.
Sie passt nicht zu dir, wenn du gar nichts selbst organisieren willst. Dann bist du bei unseren geführten Kleingruppenreisen in die Westfjorde besser aufgehoben — maximal 11 Personen, Minibus, Vollpension, alles inklusive.
Was die App unterwegs für dich übernimmt
Tag für Tag statt 300 Seiten Reiseführer
Die App zeigt dir immer nur, was heute dran ist: Fahrstrecke, Fahrzeit, welche Wanderung sich lohnt, wo du unterwegs isst, wo du übernachtest. Kein Blättern, kein Suchen — und am nächsten Morgen steht der nächste Tag da.
Die Geschichten hinter den Orten
Das ist der Teil, den es sonst nirgends gibt. Zu jedem Ort, jeder Fahrt und jeder Wanderung liegt in der App ein eigener Beitrag: wie Island überhaupt entstand und warum Basalt Säulen bildet. Was es mit dem Huldufólk auf sich hat, dem verborgenen Volk, um das Isländer heute noch Strassen herumbauen. Warum über manchen Dörfern gewaltige Erdwälle stehen und was dort in den Neunzigerjahren passiert ist. Die Sagas. Wie die Fischerei ganze Orte erst gross und dann fast leer gemacht hat. Wale, Papageitaucher, Polarfüchse, Islandpferde und Schafe. Die Badekultur, der Lopapeysa-Pullover, isländische Namen, die Küche, die Nordlichter, das Licht im Sommer.
Rund neunzig solcher Beiträge sind es inzwischen — dieselben, die wir unseren Gästen im Bus erzählen. Du liest sie genau dann, wenn du davorstehst.
Karte und Route, auch ohne Empfang
In den Westfjorden verlierst du das Netz regelmässig. Die App funktioniert offline: Route, Koordinaten und alle Texte sind auf deinem Handy gespeichert, bevor du losfährst. Auf der Karte siehst du deinen eigenen Standort, und die Tagesetappe öffnest du mit einem Fingertipp als fertige Wegbeschreibung in Google Maps.
Wanderungen mit GPS-Spur
Jede Wanderung kommt mit Startpunkt, Gehzeit und einer GPX-Datei zum Herunterladen. Die lädst du in eine Offline-Karten-App wie Organic Maps — dann folgst du der Spur auch dort, wo es weder Wegweiser noch Empfang gibt. Genau das brauchst du in den Westfjorden, wo Wanderwege selten markiert und noch seltener beschildert sind.
Wo du isst, und wo es sich lohnt
Die Häuser, die wir empfehlen, kennen wir aus eigener Erfahrung: das Fischrestaurant, in dem die Pfannen auf den Tisch kommen und nachgeschöpft wird, bis niemand mehr kann. Das Torfhaus-Café mitten im Nirgendwo mit den besten Waffeln der Region. Die Suppe im Hafenort, die dich nach einer nassen Wanderung rettet. Keine Bewertungsportale, keine Zufallstreffer — Adressen und Öffnungszeiten stehen am jeweiligen Tag in der App.
Fotostandorte mit Tageszeit
Für die schönsten Punkte steht in der App, wann das Licht steht und wo du dich hinstellst. Diese Angaben kommen von unserem Fotografen, nicht aus dem Internet.
Notfall und Sicherheit
Notrufnummer 112, deine aktuellen GPS-Koordinaten auf Knopfdruck zum Vorlesen — in den Westfjorden hat kaum ein Ort einen Strassennamen — dazu die wichtigsten Erste-Hilfe-Abläufe und die Wetter- und Strassenlage. Alles an einem Ort, damit du im Ernstfall nicht suchen musst.
Deutsch und Französisch
Die gesamte App gibt es auf Deutsch und Französisch. Für Schweizer Reisende mit Romands an Bord ist das ein Unterschied, den kein internationaler Anbieter macht.
So läuft deine Reise ab
- Vor der Abreise. Du bekommst von uns einen Link und installierst die App damit auf deinem Handy — ohne App Store, in rund zwanzig Sekunden. Danach findest du dort die Packliste zum Abhaken, die Mietwagen-Empfehlung (welche Kategorie du für Schotter wirklich brauchst), die Unterkünfte mit deinem Rabattcode und ein paar Geschichten zum Einstimmen.
- Jeden Morgen. Die App zeigt dir den heutigen Tag: ein kurzes Video von uns zur Einstimmung, das Tagesprogramm, die Fahrstrecke mit Fahrzeit, das Wetter für die Region, die Wanderung des Tages samt GPS-Spur — und was du dafür einpacken solltest.
- Unterwegs. Ein Tipp auf einen Punkt öffnet die Wegbeschreibung in Google Maps. Ein Tipp auf einen Ort öffnet seine Geschichte. Kippt das Wetter — und das tut es —, findest du die Alternative für den Tag ebenfalls dort.
- Am Abend. Wo du essen gehst und was du dort bestellen solltest. Ob sich in dieser Nacht der Blick auf den Himmel lohnt und wo du für die Nordlichter hinschaust. Und der Tag von morgen, den du in Ruhe schon mal durchlesen kannst.
- Nach der Reise. Dein Zugang bleibt noch eine Weile offen, damit du in Ruhe nachlesen kannst, was du unterwegs gesehen hast.
Wege, die in keinem Reiseführer stehen
Das Beste in den Westfjorden ist nicht ausgeschildert. Ein Teil unserer Wanderungen führt über Pfade, die auf keiner offiziellen Wanderkarte stehen: alte Verbindungswege zwischen zwei Dörfern, über die früher die Post ging. Eine aufgegebene Küstenstrasse, die heute niemand mehr befährt. Ein Aufstieg, den uns ein Einheimischer gezeigt hat und für den es weder Markierung noch Wegweiser gibt. Genau deshalb liegt zu jeder Wanderung eine GPS-Spur in der App — ohne sie würdest du den Einstieg schlicht nicht finden.
Dazu kommen die Dinge, die man nicht plant, sondern erzählt bekommt: eine stillgelegte Fabrik am Ende einer Schotterstrasse und die Geschichte, wie dort einmal Hunderte Menschen arbeiteten. Ein beheiztes Becken direkt am Kiesstrand, in dem du sitzt, während vor dir der Nordatlantik anrollt. Eine Bucht, in der im Sommer Robben auf den Felsen liegen. Ein Café in einem Torfhaus mitten im Nirgendwo. Ein Restaurant, in dem die Pfannen auf den Tisch kommen und nachgeschöpft wird, bis niemand mehr kann.
Unterwegs bist du zwischen Orten wie Stykkishólmur, Flateyri, Ísafjörður, Bolungarvík, Hólmavík und Djúpavík — dort, wo die Strasse aufhört und für die meisten Leute die Welt zu Ende ist. Was dazwischen liegt, welche Wanderung an welchem Tag passt, welcher Gastgeber, welches Restaurant und welcher Aussichtspunkt bei welchem Licht: Das steht in der App. Es ist die Arbeit von Jahren und der eigentliche Grund, warum du sie buchst.
In Vorbereitung: eine Erweiterung ins Naturreservat Hornstrandir — die menschenleerste Ecke Islands, nur per Boot erreichbar. Sie wird Teil der App, sobald wir sie selbst gefahren und gelaufen sind.
Wenn du fotografierst
Diese Reise ist von einem Fotografen gebaut, und das merkst du. In den Westfjorden bekommst du das, was anderswo in Island längst verloren ist: Motive ohne Menschen darin. Kein Stativwald am Aussichtspunkt, keine Drohne über dem Wasserfall, keine Reisegruppe im Bild. Du stehst allein da und kannst warten, bis das Licht kommt.
Und das Licht ist hier die eigentliche Hauptsache. Im Juni geht die Sonne kaum unter — die goldene Stunde dauert halbe Nächte. Ab August wird es abends wieder dunkel genug für Nordlichter. Dazwischen ziehen Wetterfronten durch, die in einer Stunde vier Stimmungen liefern. Zu den lohnenden Punkten steht in der App, zu welcher Tageszeit sie funktionieren und wo du dich hinstellst — Angaben aus eigener Erfahrung, nicht aus dem Internet. Und weil du selbst fährst, kannst du bleiben, bis das Bild stimmt. Das ist der Unterschied zur geführten Reise, bei der irgendwann alle wieder einsteigen.
Unsere Partner in Island — und was du dabei sparst
Wir arbeiten seit Jahren mit denselben Gastgebern, Bootsführern und Wirtsleuten zusammen. Diese Beziehungen geben wir weiter: Für viele Unterkünfte und einzelne Erlebnisse bekommst du von uns einen Rabattcode, mit dem du günstiger buchst als zum öffentlichen Tarif — direkt beim Gastgeber, ohne Umweg über ein Portal.
Wir verdienen daran nichts. Wir nehmen keine Kommission und schlagen nichts auf. Der Vorteil bleibt bei dir und beim Gastgeber — und je nach Reisedauer und Saison holst du damit einen guten Teil dessen wieder herein, was die App kostet.
Was du dir damit sparst
Wer die Westfjorde selbst plant, sitzt erfahrungsgemäss zwanzig bis dreissig Stunden an Recherche: Fährzeiten, Öffnungsmonate der Pässe, welche Unterkunft wirklich offen hat, welche Wanderung bei Nebel noch Sinn ergibt. Diese Arbeit ist bei uns bereits gemacht — und, was wichtiger ist, mehrfach vor Ort überprüft. Was in der App steht, sind Orte, an denen wir selbst waren, und Gastgeber, die wir persönlich kennen.
Warum die Westfjorde und nicht die Ringstrasse
Über 90 Prozent aller Island-Reisenden fahren die Ringstrasse. Die Westfjorde liegen abseits davon — ein Umweg von rund zwei Tagen, den die meisten scheuen. Das Ergebnis: Du stehst morgens allein vor einem Wasserfall, dem anderswo eine Besucherplattform gebaut worden wäre. Auf mancher Küstenstrasse begegnet dir in einer Stunde ein einziges Auto. Und im heissen Becken sitzt du abends mit Isländern statt mit einer Reisegruppe. Wer einmal dort war, versteht, warum wir seit Jahren nirgendwo anders hinfahren.
Ein Schweizer Anbieter mit isländischen Kontakten
Nord-Adventure sitzt in Biel. Hinter der Reise stehen Thierry (Geograf, über 30 Islandreisen), Yves (Fotograf und Personaltrainer, Entwickler der App) und Nicolai (spricht Isländisch, kennt die Geschichte des Landes). Du hast damit einen Ansprechpartner in derselben Zeitzone, auf Deutsch oder Französisch, per Telefon erreichbar — auch während du unterwegs bist.
Was enthalten ist — und was nicht
Du bekommst von uns: die vollständige Reise-App für deine Reisedaten — Route, Tagesprogramm, alle Wanderungen mit GPS-Spuren, die Hintergrundgeschichten, Essens- und Badeempfehlungen, die tägliche Video-Begleitung, den Notfallbereich und die Vorbereitung von der Packliste bis zur Mietwagen-Empfehlung. Dazu unsere Rabattcodes bei den Partnern, mit denen du Unterkünfte und einzelne Erlebnisse günstiger buchst.
Nicht enthalten sind Flug, Mietwagen, Unterkünfte, Restaurants und Eintritte. Das ist Absicht: Du buchst alles selbst und zahlst direkt vor Ort — ohne Zwischenhändler, ohne Aufschlag, und du bleibst völlig frei, wenn du deine Reise verlängern oder verkürzen willst. Was du bei uns bezahlst, ist die Begleitung.
Verfügbar ab Mai 2027, zum Einstiegspreis für die ersten Gäste. Die Zahl der Unterkünfte in den Westfjorden ist klein, darum vergeben wir pro Zeitfenster nur eine begrenzte Anzahl Plätze.
Trag dich unverbindlich auf die Warteliste ein. Du erhältst als Erstes den Starttermin, den Einstiegspreis und die genaue Route — ohne Verpflichtung.
Häufige Fragen zur Selbstfahrer-Reise in die Westfjorde
Was kostet die Reise, und was ist im Preis enthalten?
Du bezahlst bei uns nur die App-Begleitung: Route, Tagesprogramm, Wanderungen mit GPS-Spuren, Hintergrundgeschichten, tägliche Videos, Notfallbereich und Vorbereitung — dazu unsere Rabattcodes bei den Partnern vor Ort. Flug, Mietwagen, Übernachtungen, Restaurants und Eintritte buchst und bezahlst du selbst, direkt beim Anbieter. Dadurch fällt kein Veranstalter-Aufschlag an, und du bleibst in deiner Planung frei.
Was bringen mir eure Rabattcodes?
Wir arbeiten seit Jahren mit denselben Gastgebern und Anbietern in den Westfjorden. Für viele Unterkünfte und einzelne Erlebnisse bekommst du dadurch einen Vorzugstarif, den es öffentlich nicht gibt. Du buchst direkt beim Gastgeber und nennst den Code. Wir erhalten dafür keine Kommission — der Vorteil bleibt vollständig bei dir.
Muss ich die App installieren?
Ja, aber sehr einfach: Du bekommst von uns einen Link, öffnest ihn auf dem Handy und legst die App mit zwei Fingertipps auf deinen Startbildschirm. Kein App Store, kein Konto, keine Wartezeit — das dauert rund zwanzig Sekunden und funktioniert auf iPhone und Android gleichermassen. Danach liegt sie wie jede andere App auf deinem Bildschirm.
Funktioniert die Reise-App auch ohne Internet?
Ja. Alle Inhalte werden beim ersten Öffnen auf dein Handy geladen und sind danach offline verfügbar. Nur für die Kartenkacheln und die Wetterdaten brauchst du kurz eine Verbindung — beides funktioniert in jedem Ort mit Empfang.
Ab wann ist die App verfügbar?
Ab Mai 2027, zum Einstiegspreis für die ersten Gäste. Auf der Warteliste erfährst du Termin und Preis als Erste oder Erster.
Brauche ich für die Westfjorde einen Geländewagen?
Für unsere Route reicht im Sommer in der Regel ein normaler Mietwagen mit Allradantrieb. Ein Teil der Strecke ist Schotter, und bei Reisen ausserhalb der Sommermonate empfehlen wir ein höhergelegtes Fahrzeug. Welche Kategorie du buchen solltest, steht in deinen Unterlagen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Westfjorde?
Juni bis Anfang September. Vorher sind viele Pässe und Schotterstrassen noch gesperrt, und ein Teil der Unterkünfte hat geschlossen. Im Juni sind die Tage praktisch durchgehend hell, im August und September stehen die Chancen auf Nordlichter deutlich besser.
Wie viele Kilometer fahre ich pro Tag?
Auf unserer Route meist zwischen 100 und 200 Kilometern. Das klingt wenig, dauert in den Westfjorden aber seine Zeit: Schotter, enge Fjordstrassen und Passhöhen bedeuten selten mehr als 50 km/h Schnitt — und du willst ohnehin ständig anhalten.
Ist die Reise auch für Anfänger geeignet, die noch nie in Island waren?
Ja. Wir haben die Route so gebaut, dass sie ohne Island-Erfahrung fahrbar ist. Fahrpraxis auf Schotterstrassen und ein ruhiges Fahrverhalten setzen wir voraus, alles andere erklären wir dir vorher in der App.
Was ist der Unterschied zur geführten Reise von Nord-Adventure?
Bei der geführten Reise «Westfjorde Classic» fährst du im Minibus in einer Gruppe von maximal 11 Personen, mit Reiseleitung, Vollpension, Flug und Unterkünften im Preis. Als Selbstfahrer organisierst du Flug, Auto und Übernachtungen selbst, bestimmst dein Tempo — und hast die Reiseleitung in Form der App dabei. Das ist deutlich günstiger, verlangt aber etwas Eigeninitiative.
